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Modifizierte Cyclodextrine sind als Breitband-Antivirustatika einsetzbar. Ein Team aus Schweizer und britischen Forschern hat möglicherweise ein ganz neues Heilmittel gegen Viren entwickelt. Das Besondere ist seine Ungiftigkeit. Während alle herkömmliche Medikamente zur Bekämpfung von Viruserkrankungen eine toxische Wirkung auf lebende Zellen haben, gelang es diesmal, einen ungiftigen Stoff zu entwickeln. Dies gleicht einer Revolution in der Bekämpfung von Krankheiten, die auf virale Infektionen basieren.

Viruserkrankungen sind auf der ganzen Welt verbreitet und töten Millionen von Menschen. Nun gibt es einen Lichtblick im Kampf gegen diese Plage der Menschheit.

Herkommliche Antivirustatika, wie Heparin oder vergleichbare Stoffe, können Viren unschädlich machen, indem sie ihr Wachstum hemmen. Sie sind nicht in der Lage, Viren zu zerstören. Viele Viren mutieren beim Kontakt mit den bisherigen Medikamenten und entwickeln Resistenzen. Dies führt letztendlich zur Verschlimmerung der Krankheit und in manchen Fällen zum Tode der erkrankten Person. Die neuen Stoffe durchbrechen die äußere Hülle der Viren und zerstören infektiöse Partikel durch den einfachen Kontakt. Diese Eigenschaft wurde im Labor bei verschiedenen Versuchen nachgewiesen.

Das Forscherteam unternahm die ersten Versuche an dem Material Gold, da Gold eine besonders hohe Biokompatibilität aufweist. Bei einem speziellen Verfahren wurden die Goldmoleküle modifiziert, wodurch sie eine antivirale Wirkung entwickelten. Im weiteren Schritt wurde dasselbe Verfahren auf Zuckermoleküle angewendet, da diese sich noch positiver in Bezug auf lebenden Zellen verhalten. Die Ergebnisse waren erstaunlich und erfreulich zugleich. Die gewonnenen Cyclodextrine zeigten bei hoher Biokompatibilität eine ähnliche antivirale Aktivität. (Science Advances, Modified cyclodextrins as broad-spectrum antivirals)

In zahlreichen Versuchen haben die Forscher feststellen können, dass die neu entwickelten Stoffe gegen viele Virenarten wirken, die teilweise schwere Krankheiten beim Menschen auslösen. Die positive Wirkung wurde insbesondere bei Atemwegs- und Herpesinfektionen getestet, aber auch bei Dengue- und bei Zika-Viren.

Bei neu auftretenden Viruserkrankungen wie Corona, bei denen die Atemwege betroffen sind, können modifizierte Cyclodextrine ebenfallen einen neuen Behandlungsansatz bieten. Die Forschungen in diese Richtung werden weiter ausgedehnt.

Insbesondere der antivirale Stoff GS-5734 könnte in der Lage sein, eine Epidemie von Corona einzudämmen.

Der Stoff wurde schon gegen den Ebola-Virus erfolgreich eingesetzt. In Laborversuchen erwies er sich auch wirksam in Bezug auf Coronaviren. Dies wird der breiten Aktivität des Mittels zugeschrieben und der Ähnlichkeit der Virusart. Beide können von Tier zum Menschen übertragen werden und werden in die Reihe der SARS- oder MERS-Ausbrüchen der letzten Jahrzehnte zugeordnet.

Natürliches Mittel zur Bekämpfung von Corona-Viren

Aufgrund dieser Ähnlichkeiten würde sich das Nucleotid GS-5734 möglicherweise auch als vorbeugendes Mittel zur Bekämpfung des Corona-Virus eignen. Der Stoff fand auch bei Fledermaus-CoVs Anwendung und zeigt somit eine Breitband-Anti-CoV-Aktivität.

Der genetisch vielfältige Corona-Virus aus der CoV-Familie infiziert Vögel und eine Vielzahl von Säugetieren, über die das Virus auch zum Menschen gelangt. Bisher gab es zwei CoV-Syndrome, die schwere Atemwegserkrankungen verursachten. SARS-CoV wurde über Vögel zum Menschen übertragen, MERS-CoV, das sich hauptsächlich im Nahen Osten verbreitete, über den Zwischenwirt des Kamels. Durch den weltweiten Flugverkehr verbreiteten sich die Epidemien schnell in der ganzen Welt. Das Potential für die Entstehung neuer CoV-Syndrome beim Menschen ist nach Ansicht vieler Wissenschaftler sehr groß. Dies ist in der Überschneidung der Lebensräume von Wildtieren und Menschen begründet.(Science Advances, Broad-spectrum antiviral GS-5734 inhibits both epidemic and zoonotic coronaviruses).

Inzwischen hat das Schweizer Startup DG-NIKA AG die Erkenntnisse aufgegriffen und einen völlig Lösungsansatz zum Schutz der Bevölkerung vor schweren Erkrankungen entwickelt: Einen Tascheninhalator mit der Substanz 2-DG (2-Deoxy-D-glucose). Der patentierte Tascheninhalator namens DEGEGLUXID® wirkt sowohl prophylaktisch als auch therapeutisch.

Der Lösungsansatz mit 2-DG ist wissenschaftlich überzeugend. Das zeigen sowohl in-vitro-Versuche als auch Tierversuche. In einem Bericht der European Medical Agency EMA wird festgehalten, dass der vorgeschlagene Weg der DG-Nika AG nachvollziehbar ist und weiterverfolgt werden soll. Die Idee wurde im April 2020 patentiert, die weltweiten Exklusivrechte daran hält die DG-Nika AG. Geplant ist, dass der Tascheninhalator namens DEGEGLUXID®, der den Wirkstoff 2-DG beinhaltet, in der zweiten Hälfte 2021 erhältlich sein wird.

Beim neuartigen Therapieansatz wird die Substanz 2-DG (2-Deoxy-D-glucose) eingesetzt, die wie ein „Trojanisches Pferd“ wirkt, indem 2-DG die Synthese von Viruspartikeln blockiert und zum Absterben der mit SARS-CoV-2 infizierten Zelle führt.
Professor Piotr Kuna, der Vorsitzende der II Abteilung für Innere Medizin an der Medizinischen Universität in Łódź und Leiter der Abteilung für Innere Medizin, Asthma und Allergie des Barlicki Universitätsklinikums in Lodz, begleitet das internationale Entwicklerteam der DG-Nika AG.
Die umfangreichen Tests seien höchst erfolgreich verlaufen, so der Forschungsleiter: «Durch eine Störung des Metabolismus der Zelle und das Blockieren der Signalwege für Glukose erreichen wir eine massive Verminderung der Virenproduktion, wie auch die Apoptose der Wirtszellen.» Die Tests am respiratorischen Epithel beweisen sowohl die prophylaktische wie auch die therapeutische Wirkung.
2-Deoxy-D-glucose wird in der Medizien auch gegen Herpes und als Hemmstoff gegen Tumorwachstum eingesetzt und ist chemisch unbedenklich.

 

Modifizierte Cyclodextrine sind als Breitband-Antivirustatika einsetzbar. Ein

IKEA hat eine neue Produktreihe entwickelt, in der Reisstroh, ein Abfallprodukt der Reisproduktion, in nachhaltige Einrichtungsgegenstände verwandelt wird. Damit hat der weltweit tätige Konzern einen nachhaltigen und ökologischen Ansatz entwickelt, um zur weltweiten Luftreinerhaltung und zum Klimaschutz beizutragen.

Beim Reisanbau fallen Ernte-Rückstände an, das sogenannte Reisstroh. In vielen Ländern verbrennen Bauern dieses Abfallprodukt traditionell auf ihren Feldern. Der entstehende Qualm trägt zu einem wesentlichen Anteil zur Luftverschmutzung bei.

Reis wird in Südamerika, in Subsahara Afrika und in vielen Teilen Asiens und Australiens angebaut. Besonders von der Luftverschmutzung betroffen sind die Metropolen Indiens. Neu-Delhi zählt heute zu den am stärksten betroffenen Städten auf der ganzen Welt.

Die Luftverschmutzung wird durch Emissionen von Fahrzeugen, Kohlekraftwerken, Holzfeuern und brennenden Feldern verursacht. Atemwegserkrankungen haben in Indien im letzten Jahrzehnt um 30% zugenommen. Eine halbe Million Menschen stirbt in Indien jährlich an der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung COPD. In der Hauptstadt Delhi leidet fast jedes zweite Kind an den Folgen der Luftverschmutzung, mit Husten, Auswurf und Atemnot.  Die Sterblichkeitsrate wird in den kommenden Jahren weiter zunehmen, wenn es die Luftqualität nicht verbessert wird. 

Brennende Reisfelder im Punjab, Indien

Brennende Reisfelder im Punjab, Indien – Foto: © By CIAT, CC BY-SA 2.0

Gelingt die Eindämmung der Verbrennungspraktiken der Bauern kann ein ganz erheblicher Teil der Luftverschmutzung in den Metropolen Indiens reduziert werden. Überdies entsteht eine neue Einkommensquelle für die indischen Bauern.

Schon im Jahr 2018 hatte IKEA die Initiative „Better Air Now“ in Indien gegründet. Deren Ziel ist es, Reisstroh als Rohstoff zu nutzen und das Verbrennen von Reisstroh zu beenden. Reisstroh eignet sehr gut für die Produktion von IKEA Produkten. Zahlreiche Akteure in Indien beteiligen sich inzwischen an dem Projekt. Die Zentralregierung und die Regierungen der indischen Bundesstaaten arbeiten dabei mit IKEA zusammen. Auch private Unternehmen, NGOs, die UNO und Universitäten unterstützen das Engagement des Möbelproduzenten.

Die neue FÖRÄNDRING Kollektion aus Reisstroh kam ab dem 1. Februar 2021 in den Handel und ist in den IKEA Einrichtungshäusern und Online erhältlich. Die Produkte  wurden in Nordindien in Handarbeit gefertigt. Jedes einzelne Stück hat dadurch seine Individualität. Die Kollektion besteht aus 12 Artikeln, darunter sind Teppiche, Tischläufer, Lampenschirme und Aufbewahrungsboxen in den Farben Dunkel- bis Hellblau. Die Farben symbolisieren einerseits den Smog, die Luftverschmutzung, andererseites den klaren, blauen Himmel.

Die FÖRÄNDRING Kollektion wurde von IKEA Designerin Akanksha Deo entworfen. Sie ist selbst in Indien aufgewachsen und identifiziert sich mit dem zukunftsweisenden Projekt: „Starke Luftverschmutzung gehört für mich und viele andere Menschen hier zum Alltag. Eine Kollektion zu entwerfen, die zur Verbesserung der Situation beiträgt, hat mir persönlich viel Energie gegeben“.

Die FÖRÄNDRING Kollektion aus Reisstroh

Die FÖRÄNDRING Kollektion aus Reisstroh – Foto: © Inter IKEA Systems B.V. 2021

Lena Pripp-Kovac, Sustainability Manager der Inter IKEA Group erklärte: „IKEA arbeitet kontinuierlich daran, zu einem gesunden und nachhaltigen Leben beizutragen und vielen Menschen einen besseren Alltag zu ermöglichen […] die Initiative „Better Air Now“ ist ein wichtiger Schritt auf diesem Weg“.

 

IKEA hat eine neue Produktreihe entwickelt, in

Am 23. August 2020 startete eine neue Dauerausstellung im Jüdischen Museum Berlin. Sie befasst sich eingehend mit der jüdischen Geschichte und Gegen­wart in Deutschland. Startpunkt bildete die Videoinstallation Drummerrsss von Gilad Ratman. Zwei Trommler machen Musik, der eine aus einem Erdloch, der andere aus der Höhe. Sie sind eine Metapher für die zwei Elemente, die individuelle und kollektive Identitäten formen.

Der Auftakt weist auf das, was in der Ausstellung zu sehen ist: Sie gibt Einblicke in die jüdische Religion und Kultur und beschreibt in Bildern, was das jüdische Volk ausmacht.

Die Dauer-Ausstellung gliedert sich in fünf historische Kapitel, vom den Anfängen des jüdischen Lebens in Aschkenas bis zur russischsprachigen Einwandereung ab 1990. Zentraler Raum der Ausstellung ist der Nationalsozialismus und die Wiederaufarbeitungszeit nach 1945.

Mehr als 1000 Objekte der Ausstellung wurden aus dem Museumsrepertoire hervorgeholt, mit viel Mühe wurden die oft lang verwahrten Objekte restauriert.

Die Ausstellung füllt den Libeskind-Bau aus. Der Zick-Zack-Bau aus Titanzink, mit seinen unterirdischen Achsen, schiefen Wände und unklimatisierten Betonschächten erzählt selbst deutsch-jüdische Geschichte. Über eine Treppe gelangt man vom extravaganten Museumsgebäude in den Altbau des Jüdischen Museums, der weitere Kulturschätze beherbergt.

Die neue Ausstellung war auch ein Neustart des Jüdischen Museums Berlin nach einem Umbau und personellen Neuanfang.

Hetty Berg ist seit dem 1. April 2020 Direktorin des Jüdischen Museums Berlin. Sie ist eine international erfahrene Museumsexpertin und hat von 1989 als Kuratorin und Kulturhistorikerin am Jüdischen Historischen Museum in Amsterdam gearbeitet. 2002 wurde sie Managerin und Chefkuratorin des Jüdischen Kulturviertels in Amsterdam.

Mit der neuen Dauerausstellung stellt die neue Chefin die Bedeutung des JMB als Kultureinrichtung und als Ort des Gedenkens und des Dialogs in den Fokus der Öffentlichkeit.

Dauerausstellung: Jüdische Geschichte und Gegen­wart in Deutsch­land Tickets: 8,00 €, ermäßigt 3,00 €, shop.jmberlin.de

Öffnungszeiten: 10–19 Uhr, letzter Einlass 18 Uhr

Corona-Hinweise: Das Jüdische Museum Berlin, Bibliothek, Archiv, Museumsshop und Museumscafé sind aufgrund der Corona-Beschränkungen geschlossen. Live aus dem JMB werden digitale Kurzführungen angeboten – zu finden auf der Internetseite des JMB.

Jüdisches Museum Berlin | Libeskind-Bau | Lindenstraße 9–14 | 10969 Berlin | www.jmberlin.de

Am 23. August 2020 startete eine neue

Liebe unter Männern. Ein inniges Bekenntnis zweier Menschen. Seit 2017 dürfen Männer in Deutschland heiraten. Mitte des 19. Jahrhunderts undenkbar. Doch die schwule Liebe gab es: Heimlich, privat und hinter verschlossenen Türen oder „brüderlich“ getarnt. Mut haben jene Männer bewiesen, die sich zusammen fotografieren ließen. Und Mut haben auch jene bewiesen, die den Auslöser gedrückt haben. Auf der ganzen Welt verstreut entstanden Bilder, mitunter über 150 Jahre alt, die eine Hommage an die Liebe darstellen. Wundervolle und einzigartige Zeitzeugnisse, die es eigentlich nicht geben dürfte.

Das New Yorker Ehepaar Hugh Nini und Neal Treadwell hat diese Fotos gesucht und gefunden. Inzwischen befinden sich 2800 Bilder in ihrer Sammlung. Sie stammen unter anderem aus Nachlässen, Archiven und Flohmärkten.

Zu sehen sind Männer, die sich umarmen, Blicke zuwerfen und küssen. Oft ist es aber die besondere Körpersprache, die ihre Geschichte erzählt.

In dem Bildband „LOVING“ sind nun erstmals diese Abbildungen verliebter Männerpaare von 1850 bis 1950 zu sehen. Liebende aus der ganzen Welt, deren Botschaft eine ganz einfache ist: Liebe kennt keine Grenzen.

Erst ab Mitte des 20. Jahrhundert setzte eine Bewegung ein, die am Ende zur Gleichberechtigung aller Geschlechter führte.

von Kathrin Roloff-Jamin

 

LOVING“ – Männer die sich lieben, Bildband erschienen im

Elisabeth Sandmann Verlag, 49.00 Euro

Liebe unter Männern. Ein inniges Bekenntnis zweier

Das neue Streaming-Projekt Open Stage Berlin startet am Montag, den 22. Februar 2021 um 20.30 Uhr auf der Webseite und dem Facebook-Kanal von ARTE Concert. Mit zwei Bands und vielfältigen Performances führt Moderatorin und Schauspielerin Thelma Buabeng durch die Sendung.

Das neue Format vereint Acts verschiedener Musikrichtungen und Performance-Künsten. Viermal pro Woche zeigen bekannte Bands und aufstrebende NewcomerInnen ihr Können. Die Sendung wird aus dem  Berliner Kunst- und Kulturzentrum Reinbeckhallen direkt an der Spree ausgestrahlt.

Zusätzlich stellt Thelma Buabeng in jeder Sendung KünstlerInnen aus Deutschland und Europa vor. Kreative aller Art können sich dafür bei Open Stage Berlin bewerben. Tanzcompagnien, Poetry-SlammerInnen, Musikbands oder Pantomimie-Gruppen – alle sind willkommen.

Das Programm für die erste Woche steht schon fest:

Montag, 22. Februar: Seach Yiu feat. Drangsal, Dota, Niels Frevert
Dienstag, 23. Februar: KLAN, Julia Neigel
Mittwoch, 24. Februar: Nobody Knows, Graham Candy
Donnerstag, 25. Februar: Madeline Juno, You Not Us (mit Band)

 

Danach geht es immer montags bis donnerstags um 20.30 Uhr weiter in Open Stage Berlin – Die tägliche Doris.

Das neue Streaming-Projekt Open Stage Berlin startet

Von Michael Springer

Berlin gehört seit März 2019 zu den ersten 20 Städten, die der „Cities Coalition for Digital Rights“ beigetreten sind. Amman, Athen und Austin sind dabei, auch Amsterdam, Barcelona und New York! Städte wie Bratislava, Cary, Chicago, Los Angeles, Philadelphia, Moskau, Portland, Porto, San José´, Sidney, Turin, Wien und Zaragoza haben die „Declaration of Cities Coalition for Digital Rights“ unterzeichnet. Cluj-Napoca in Rumänien, Helsinki, Grenoble unterstützen die Initiative. Und sogar in Guadalajara in Mexiko wird die „Cities Coalition for Digital Rights“ unterstützt.

Die Ende vergangenen Jahres ins Leben gerufene Initiative basiert auf dem Grundsatz, dass die gleichen Rechte, die Menschen offline haben, auch online gelten und geschützt werden müssen.
Die „Declaration of Cities Coalition for Digital Rights“ beschreibt fünf Handlungsfelder: der gleichberechtigte Zugang zum Internet, der Schutz persönlicher Daten und der diskriminierungsfreie Umgang mit ihnen, das Recht auf Teilnahme an digitalen Meinungsbildungsprozessen sowie offene und ethische Standards für digitale Dienste.
Das SmartCity-Konzept für digitale Bezirkszeitungen in Berlin

Die „Declaration of Cities Coalition for Digital Rights“ betrifft auch alle Zeitungen, die wichtige Schritte auf dem Weg zur SmartCity – zu intelligenen und sozialen Stadt markieren und organisieren können.

Ein großer Schritt wurde für die Metropole Berlin in Gang gesetzt, um den Weg zur intelligenten und sozialen Stadt zu öffnen: das Konzept von „Zeitungen und Medien in Citizenship“ wird aufgespannt — als mediales Real-Labor.

Citizenship wird auch als „digitale Stadtbürgerschaft“ übersetzt, in der sich alle Citizens für „digitale Stadtfreiheit“ einsetzen. Alle Menschen in der Stadt sind demnach „Citizens“, die mit ihren Ideen und ihrer Arbeit daran arbeiten, Stadtfreiheit zu erhalten, zu vergrößern und dabei Nutzen und Wohlstand zu mehren – und soziale Chancengerechtigkeit und Teilhabe fördern.

Von Michael Springer Berlin gehört seit März 2019

Am 23. November 2020 wäre Paul Celan, einer der wichtigsten deutschsprachigen Dichter nach 1945,  einhundert Jahre alt geworden. Paul Celan wurde als Paul Antschel am 23. November 1920 als einziger Sohn deutschsprachiger, jüdischer Eltern im damals rumänischen Czernowitz geboren.
Bereits als Kind lernt Celan Gedichte auswendig. Er war von deutscher Literatur fasziniert, von Friedrich Hölderlin, Heinrich Heine und Franz Kafka – und verfasste bald selbst Gedichte.
Nach dem Abitur 1938 begann Celan ein Medizinstudium in Frankreich, kehrte jedoch ein Jahr später nach Rumänien zurück, um dort Romanistik zu studieren. 1942 wurden Paul Celans Eltern deportiert. Im selben Herbst starb sein Vater in einem Lager an Typhus, seine Mutter wurde erschossen. Von 1942 bis 1944 musste Celan selbst in verschiedenen rumänischen Arbeitslagern Zwangsarbeit leisten.
In dieser Zeit (1944/1945) entsteht auch sein weltberühmtes Gedicht, die „Todesfuge.“: „Schwarze Milch der Frühe wir trinken sie abends/ wir trinken sie mittags und morgens/ wir trinken und trinken.“ – „Der Tod ist ein Meister aus Deutschland sein Auge ist blau/ er trifft dich mit bleierner Kugel er trifft dich genau“, Celan versucht darin, seinem Leid und das so vieler anderer Ausdruck zu verleihen.

Nach dem Krieg, von 1945 bis 1947 arbeitete er als Lektor und Übersetzer in Bukarest, wo auch die ersten Gedichte von Paul Celan erschienen. Paul Celan fand Worte für das unaussprechliche Grauen des Holocausts.

Im Juli 1948 zog er von Wien aus nach Paris, wo der Dichter bis zu seinem Tod lebte. Da Celans Gedichte noch unbeachtet bleiben, muss er sich in den ersten Paris-Jahren als Fabrikarbeiter, Dolmetscher und Übersetzer durchschlagen. Hier lernte Celan 1951 die Künstlerin Gisèle de Lestrange kennen, die er ein Jahr später heiratete. Ihr gemeinsamer Sohn Eric kam 1955 zur Welt. Mitte der fünfziger Jahre erhält Celan die französische Staatsbürgerschaft. I

Der jüdische Autor hat mit seiner eindringlichen Sprache ein Werk geschaffen, dessen Bedeutung noch heute, 50 Jahre nach seinem Tod und 100 Jahre nach seinem Geburtstag zahlreiche Fragen aufwirft.

In den 1960er-Jahren erkrankt Celan mehrfach an Depressionen. Nachdem er seine Frau im Wahn bedroht hatte, liess er sich sogar in eine psychiatrische Klinik einweisen. In dieser Zeit scheint es so, als würde sich auch seine Dichtung in sich selbst zurückziehen und damit immer kryptischer werden.

„SCHWANENGEFAHR“, heißt es in einem seiner letzten Gedichte, „Lappentaucher-/ Bedrohung,/ der Eisbewimperte mit/ Kraken-/ armen,/ du, bekrallter/ Jakuten-/ Puschkin:/ Hei, Chebeldei, Chebeldei“.

1969 begibt sich Celan auf eine letzte Reise nach Israel. Er wird herzlich empfangen wird, doch findet er auch hier nicht, was er sucht. Vermutlich am 20. April 1970 nimmt sich Paul Celan selbst das Leben. Einen Abschiedsbrief hinterlässt er nicht. Auf seinen Schreibtisch fand sich eine aufgeblätterte Biografie von Hölderlin mit den unterstrichenen Worten: „Manchmal wird dieser Genius dunkel und versinkt in den bitteren Brunnen seines Herzens.“

Die herausragende Bedeutung von Paul Celans Werk für die deutschsprachige und europäische Literatur des 20. Jahrhunderts ist heute unumstritten. Seit dem Band Atemwende von 1967 ist das Werk des Dichters im Suhrkamp Verlag erschienen und in vielen Ausgaben der Werke und Briefe ediert worden. Zum 100. Geburtstag hat der Suhrkamp Verlag seinen Autor Paul Celan auf der Autorenseite geehrt.

Eine 3sat-Dokumentaion erzählt das Leben des großen jüdischen Dichters. Erstmalig spricht der Sohn des Dichters, Eric Celan, vor der Kamera über seinen Vater und das schwierige, von Krisen überschattete Leben der Familie (ein Film von Ullrich Kasten und Hans-Dieter Schütt, 2014).

Grab Paul Celans – Foto: © Djampa – User:Djampa – Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0

Am 23. November 2020 wäre Paul Celan,

Ab Montag, dem 17. Juni 2019 wird Berlin zur Smart City! Es wird keinen Festakt geben – aber einen neuen Claim, der es in sich hat: Einfach. SmartCity. Machen: Berlin!

Die Digitalisierung der Stadt soll einfach werden, Bedienkomfort soll auch kostengünstig werden! Vor allem soll jeder Stadtbürger, auch Citizen genannt, sich wirtschaftlich betätigen und entfalten können!

Auch ein weltoffenes und technologieoffenes Leitbild wird es geben! Ein Leitbild, das weltweit die Rolle der Citizens und in ihren urbanen Lebensräumen neu definiert! Weltweit sind es schon 40 Städte.

Zunächst klingt es vielleicht kompliziert, aber es ist einfach gestrickt:

Es ist das Leitbild der „sozialen, intelligenten und syntegrativen SmartCity 5.0.“

Mit nicht mehr als fünf System-Ebenen werden die humanen, sozialen, sozioökonomischen und digital-arbeitsteiligen Bedingungen einer Stadt in ein System von „kommunaler Governance“ eingehegt.

Die Agenda der „Cities Coalition of Digital Rights“ wird übernommen und dynamisch weiter gestaltet.

Einfach. SmartCity. Machen: Berlin – das bedeutet eine leicht erkennbare, sichtbare und für alle Citizens komfortable benutzbare technische Stadtumwelt entsteht, mit allen Angeboten, Kreationen, Kunst, Kultur und Märkten, und mit allen Diensten und Dienstleistungen und infrastrukturellen Systemen.

Die Zivilisierung und Kommunalisierung der Internettechnologien

Stadtfreiheit, individuelle Entfaltungsfreiheit, wirtschaftliche Entfaltungsfreiheit sollen künftig als „syntegrative Qualitätsmerkmale“ in die urbane Umwelt jeder Stadt eingebaut werden!

Der mündige Bürger muss dabei eine nächste Stufe der Fähigkeiten erklimmen und Digitale Kompetenz erwerben. Nicht – um sich das Leben immer komplizierter und undurchschaubarer und nervenaufreibender zu gestalten, sondern EINFACH, und auch ANALOG sichtbar.

Dies sind wir unseren Kindern, aber auch Gästen aus anderen Ländern und vor allem Behinderten Citizens schuldig – die eine inklusive und barrierefreie Stadt benötigen!

Einfach. SmartCity. Machen: Berlin – es hat viel Zeit, Erfahrung und auch Fleiss gekostet, um ein völlig neues „philosophisch-technisches“Werkzeug zu entwickeln, das uns hilft, jede Stadt zu einer SmartCity umzugestalten.

Es ist ein virtuelles Werkzeug, etwa so mächtig, wie das Laserschwert der Jehdi-Ritter. Es wurde aus einem alten in der Scholastik bekannten Werkzeug umgeschmiedet, genauer „digitalisiert“:

Aus „Ockhams Rasiermesser“ wird „Ockhams digitaler Cutter“, mit dem technologische und digitale Systeme so beschnitten und zurecht geschnitzt werden, bis sie human, selbsterklärend und „fluent“ bedienbar sind!

Vor allem müssen Lösungen entwickelt werden, die heutige immense Produktivitätsparadoxa überwinden.

Schneller Verschleiß, Energieverschwendung, Elektroschrott, Sicherheitsprobleme, Datenschutprobleme und heimliche Ausbeutung von Daten müssen bekämpft und überwunden werden.

Ressourcen-Effizienz, Benutzerfreundlichkeit, sozioökonomische Stabilität und Tragfähigkeit, Open Access und Klimaneutralalität sind gefragt. Alle Systeme müssen nachhaltig funktionieren.

Auch ein Blinder mit einer einfachen Holztür und nicht mehr als einer Mail-Adresse soll „Smart Citizen“ werden dürfen, als Kunde im eCommerce – und als Unternehmer und selbstständiger Dienstleister.

Gute Arbeit, lokale und kommunale Wertschöpfung, Pressefreiheit und das kommunale Gemeinwesen sollen gestärkt werden.

Ein Leitspruch weist den Weg, und lädt zum Mitdenken und Mitmachen ein:

„Wir wollen mehr Demokratie, mehr Vertrauen und mehr soziale, finanzielle und technologische Synergien wagen!“

Ein neues Internetmagazin stellt Konzepte, Technologien und Projekte der SmartCity-Berlin vor: www.anzeigio.de/magazin

Ab Montag, dem 17. Juni 2019 wird

Hinweis:
Shen Yun kommt nicht aus China. Das Ensemble hat seinen Sitz in New York. Es ist nicht vom Coronavirus betroffen. Alle Shen-Yun-Aufführungen finden planmäßig statt.

Shen Yun kommt aus New York und versammelt chinesische Spitzenkünstler aus der ganzen Welt. Das Ensemble tritt alljährlich mit einem neuen Programm in Ländern rund um den Globus auf. Seit knapp 15 Jahren engagieren sich die Künstler für den Erhalt der fünftausend jährigen Kunst des alten chinesischen Reichs.

Über Jahrtausende wurden die darstellenden Künste im Kaiserpalast, der Oper und dem chinesischen Theater aufgeführt. Während der kommunistischen Regierungszeit sind die darstellenden Künste in China vernachlässigt worden. Durch ihre weltweiten Aufführungen trägt das Ensemble dazu bei, die alten Künste einem großen Publikum bekannt zu machen.

Shen Yun Performing Arts waren zuvor als Divine Performing Arts mit Sitz in New York bekannt. Die Tanztruppe zeigt klassischen chinesischen Tanz, chinesische Volkstänze und Tänze nationaler Minderheiten Chinas. Gerade letztere drohen im Zuge des Verdrängungprozesses, dem kleinere Völker unterworfen sind, für immer in Vergessenheit zu geraten. So setzt sich Shen Yun für den Erhalt der Vielfalt und des Facettenreichtums der traditionellen chinesischen Kultur ein.

Die Inhalte der Vorstellungen handeln meist von den Mythen, Legenden und historischen Begebenheiten im alten China. Die Themen reichen von der Vergangenheit bis zur Gegenwart Chinas und werden mit dem klassischen chinesischen Tanz dargestellt. Die Aufführungen werden von einem Orchester begleitet, das traditionelle chinesische und klassische westliche Instrumente verbindet. So trifft Ost auf West und verbindet sich zu einem faszinierenden Klangerlebnis.

Das Ensemble übersetzt den Begriff „Shen Yun“ als „die Schönheit tanzender himmlischer Wesen“. So erklärt sich das Selbstverständnis der Truppe als Kunstprojekt, das auf der Basis tradierter Elemente einen neuen Stil entwickelt und die Essenz der fünftausend jährigen chinesischen Kultur neu zu beleben versucht.

Das Ensemble besteht aus über sechs Tourneegruppen mit annähernd 480 Mitgliedern. Sieben Monate im Jahr sind sie auf Tournee und reisen durch Europa, Nordamerika, Südamerika, Asien und Australien.


Di, 14.April 2020, 19:30 Uhr | Mi, 15. April 2020, 14:00 und 19:30 Uhr | Do, 16.April 2020 19:30 Uhr
Shen Yun 2020: 5000 Jahre Hochkultur wieder erwacht
Gastspiel in der Deutschen Oper Berlin

Tickets: ab 72 €

Deutsche Oper Berlin | Bismarckstraße 35 | 10627 Berlin | www.deutscheoperberlin.de

Hinweis: Shen Yun kommt nicht aus China.

Ein besonderer Roman von Yassin Adnan über die moderne marokkanische Gesellschaft ist vor kurzem vom Arabischen in die französische Sprache übersetzt worden. Es beschreibt den Wandel im Land seit den 1980er Jahren, als die sozioökonomischen Umwälzungen begannen. Yassin Adnan ist ein Verfechter der Demokratie und verurteilt alle diejenigen, die im Land den Fortschritt und die Entwicklung eines demokratischen Systems behindern.

Schauplatz des Romans ist die geheimnisumwitterte Stadt Marrakesch. Im Mittelpunkt steht das Leben der Jugend, die gedanklichen Auseinandersetzungen an der Universität, in den Inter­net­cafés und im Hackermillieu. Der Held des Romans ist Rahhal Laaouina, ein unauffälliger und schüchterner junger Mann, der das Gefühl hat, im Leben zu kurz gekommen zu sein. In seinen Träumen wird er jedoch zum Helden, der er immer sein wollte. Mit dem Internet und den sozialen Netzwerken findet er ein Medium, seine Träume von Größe und Bedeutung auszuleben. Als Blogger und Hacker rechnet er mit seinen „intimen Feinden“, die seine Konkurrenten waren, ab. Im Laufe der Zeit entfalten sich seine immensen Fähigkeiten bei diesen Online-Aktivitäten. Das elektronische Magazin „Hot Maroc“ wird auf ihn aufmerksam. Und plötzlich ist er ein wichtiger Sicherheitsmitarbeiter, der hilft, falsche Gerüchte und Nachrichten im Internet aufzudecken, die Maulwürfe der Regierung diktiert hatten.

Yassin Adnan ist Autor und Rundfunksprecher und hat selbst marokkanische Wurzeln. Er wurde 1970 in Safi, Marokko geboren und lebte seit früher Kindheit in Marrakesch. Seit zwanzig Jahren widmet er sich dem Kulturjournalismus. 1991 publizierte er das „Contemporary Voices magazine“ und später „Poetry Raid“, das die poetische Sensibilität speziell in Marokko der frühen 1990er Jahre in den Fokus stellt. Seit 2006 leitet er das wöchentlich erscheinende marokkanische TV-Programm „Masharif“.

Hot Maroc, Yassin Adnan

Hot Maroc, Yassin Adnan

Das Buch „Hot Maroc“ steht auf der Longlist 2017 für den Internationale Preis für den arabischen Roman. Dies ist ein Buchpreis, der seit 2008 von Behörde für Kultur und Tourismus in Abu Dhabi finanziert wird. Es ist der bedeutendste und am höchsten angesehene Literaturpreis der arabischen Welt. Er ehrt herausragende Bücher über und aus den arabischen Länder und unterstützt die Autoren bei der Übersetzung in andere Sprachen. Ziel ist es, die zeitgenössische arabische Literatur auf der ganzen Welt bekannter zu machen.


Yassin Adnan: Hot Maroc
Roman in französischer Sprache
448 Seiten | Softcover | Sindbad-Actes Sud | 1. Auflage: 11.3.2020 | ISBN : 233013357X | Größe: 14×22 cm | Buch bestellen

Ein besonderer Roman von Yassin Adnan über